Regeln für das Dehnen
Zwischen Laufvor- und nachbereitung unterscheiden
Bis vor kurzer Zeit galt für das Dehnen die
Stretchingregel - langsames und statisches Halten - fast uneingeschränkt.
Inzwischen hat sich gezeigt, dass auch dynamisches Dehnen (durch leichtes Wippen
verstärktes Dehnen) von Vorteil sein kann. Gerade vor schnelleren Trainingseinheiten
und Wettkämpfen empfiehlt sich diese Dehnungsmethode. Bei der Ausführung
sollte man auf eine weiche Bewegung achten und auf jeden Fall auf das harte
und schmerzhafte Federn der alten Dehnungsmethode verzichten. Bereits deutlich
verkürzte Muskulatur muss auch vor schnellen Trainingseinheiten langsam
und lange gedeht werden.
So dehnen Sie richtig, um Muskeln, Bänder
und Sehnen auf die sportlichen Belastungen vorzubereiten.
- Schmerz vermeiden. DieMuskulatur darf nur leicht
ziehen.
- Keine Pressatmung. Ruhige und tiefe Atmung.
- Führen Sie jede Übung ruhig und sorgfältig
aus
- Vor dem Lauf nur kurze Dehnung ( ca. 5-10 s),
um den Muskeltonus ( den braucht man, um die schnelle Muskelreaktion zu erhalten)
nicht herabzusetzen. Vor dem Lauf sollten sämtliche großen Muskelgruppen
gedehnt werden.
- Nach dem Lauf werden Dehnungen durchweg statisch
ausgeführt. Mit dieser Technik entspannt man am besten verkürzte
und verkrampfte Muskulatur. Dehnen Sie langsam und kontinuierlich(zunehmend)
- so "überlisten" Sie die Gegenspannung der Muskulatur.
- Verletzte, schmerzhafte Muskeln und Sehnen nicht
oder nur ganz vorsichtig dehnen. Besser ist, diese im Wasser zu dehnen und/
oder mit Eis zu behandeln. Die Anwendung sollte man sich von einem Physiotherapeuten
erklären lassen.
Quelle: LaufZeit, Februar 2005